Wie Gott die Welt sieht – Sehen lernen Bildbetrachtung mit Kanonikus Oliver Rothe

Wie Gott die Welt sieht - Sehen lernen. Vom Ursprung bis in die Ewigkeit“ so der Titel des offenen Nachmittages der kfd, der von Kanonikus Dr. Oliver Rothe gestaltet wurde.

Der Saal des Kapitelshauses war bis auf den letzten Platz gefüllt und interessiert folgten die Teilnehmerinnen den Ausführungen von Kanonikus Oliver Rothe. Er zeigte verschiedene Gemälde und Bilder mit biblischen Szenen, alte sowie moderne, und nahm die Frauen aktiv mit, die einzelnen Bildelemente zu entdecken, sich Details anzuschauen und genau hinzusehen, welche biblischen Botschaften die Künstler den Betrachter mit auf den Weg geben. Verkündigungsszenen, Geburtsszene Jesu, die Berufung des Matthäus, ein Bild passend zu einer Bibelstelle, Auferstehungsbilder und die Reidersche Tafel, eine aus Elfenbein dargestellte Szene der Auferstehung und Himmelfahrt Christi, wurden genauer betrachtet.

Jedes Detail hat seinen Sinn und Verstand, auch wenn in den Darstellungen Unmögliches und Unpassendes zusammen kommt. Zum Beispiel konnten in einer Geburtsszene gleichzeitig Tag und Nacht, die Geburt und das Kreuz entdeckt werden. Dieser Gegensatz soll auf das Unmögliche hinweisen, was geschehen ist: Gott wird Mensch!

Kanonikus Rothe ermutigte die Frauen, in die Kommunikation zwischen Bild und Betrachter einzutreten; Farben, Gegenstände, Symbolik wurden vom Künstler gezielt ausgewählt, das zu entdecken - zu sehen - und für sich zu deuten war das Ergebnis des Nachmittages.

Herzlichen Dank an Kanonikus Rothe für diesen interessanten Vortrag.