Jugendliche aus St. Remigius wandern für Flutopfer

Mit der Idee zu helfen fing alles an: „Wir wollen als Jugendliche aus St. Remigius etwas für die Flutopfer tun.“ So waren sich Benno Hillenbrand und Henry Gottlob einig. Schnell war ein Weg gefunden. Beide nahmen an einer Ferienmaßnahme der Propsteigemeinde St. Remigius Anfang August teil, die die Borkener Jugendliche nach Bayern und ins Kleinwalsertal führte. Mittels eines Sponsorenlaufs sollte den Flutopfern im Ahrtal geholfen werden. Die 14 Teilnehmer der Fahrt sprachen vor der Reise Nachbarn, Freunde und Verwandte an und baten um eine Spende für jeden gelaufenen Kilometer. „Zu Beginn der Reise wussten wir, dass wir in etwa 20 Kilometer laufen würden“, berichtet Justus Frerker. Bei strahlendem Sonnenschein wanderten die Borkener dann insgesamt 22 Kilometer an einem Tag. Unterwegs feierten sie mit Kanonikus Oliver Rothe, der die Jugendlichen begleitete, die Heilige Messe auf den Almen und an Wegeskreuzen. Dort wurde auch für die Flutopfer gebetet. Die Wanderung führte sie auch durch die Breitachklamm, wo die Naturgewalten besonders spürbar wurden. Nach der Rückkehr ins heimatliche Borken sammelten die Jugendlichen bei ihren Sponsoren die Spenden ein. Lena-Marie Finis berichtet: „Die Sponsoren waren alle begeistert von unserer Wanderung und unserem Projekt. Alle waren sehr großzügig.“ Am Ende kam ein Betrag in Höhe von EUR 12.330 zustande. Den Betrag erhält die Gemeinde St. Nikolaus in Schleiden. Der dortige Pfarrer zeigte sich sehr erfreut und sagte zu, das „erwanderte Geld“ an bedürftige Familien im Ort weiterzuleiten. Schleiden liegt in der besonders betroffenen Region, wo die Folgen der Flutkatastrophe spürbar und sichtbar sind.