„Dem Toten versag deine Liebe nicht.“

Dieses Zitat aus dem biblischen Buch Jesus Sirach (Sir 7,33b) ist das Leitwort für einen ersten Abend zum Thema "Sterben, Tod, Bestattung". Was passiert eigentlich, wenn ich sterbe? Habe ich dafür vorgesorgt? Wie möchte ich, dass meine Beerdigung abläuft? Woran glaube ich im Hinblick auf das Leben nach dem Tod? - Diese und ähnliche Fragen sind uns unbequem und unangenehm, so dass wir sie meistens verdrängen. Mit dem Tod, zumal dem eigenen, wollen wir nichts zu tun haben. Dennoch: Wert und Würde kommen einem Menschen nicht nur im Leben zu, sondern reichen über den Tod hinaus. Deshalb sind die Sterbe- und Bestattungskultur einer Gesellschaft ein Ausdruck von Humanität und des Umgangs auch mit den Lebenden. Schließlich ist das Bestatten von Menschen eines der sieben Werke der Barmherzigkeit. Um Fragen rund um diesen Komplex sachlich zu betrachten und um sich für den eigenen Todesfall Gedanken zu machen, sind alle Interessierten - jung und alt - am Mittwoch, 14. März 2018, um 19.30 Uhr in das Kapitelshaus eingeladen. Kanonikus Dr. Rothe will gemeinsam mit den lokalen Bestattern Fragen sammeln und Klärung herbeiführen. Dabei geht es zunächst darum, ein Tabuthema aufzugreifen und Ängste und Vorbehalte abzubauen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.