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St. Remigiuskirche

Folgende Beschreibungen und Bilder sind dem Heft "Rund um die Remigiuskirche - Kleine Kichengeschichte (nicht nur) für Kinder" entnommen. Es ist im Pfarrbüro erhältlich.

Die Geschichte der Remigiuskirche beginnt vor über 1200 Jahren. Damals stand an der Stelle der heutigen Kirche eine Kapelle. Wie sie ausgesehen hat, weiß man heute nicht mehr, jedoch hat man Spuren uralter Holzpfosten entdeckt.

Die Kapelle hatte schon früh den Namen des heiligen Remigius bekommen. Später ging dann der Name auch auf die erste Steinkirche über.

Remigius hat vor über 1500 Jahren im Land der Franken gelebt, schon im Alter von 22 Jahren ist er Bischof der Stadt Reims (Nordfrankreich) geworden.

Am Weihnachtsfest des Jahres 496 ließ sich der fränkische König Chlodwig von Remigius taufen. Einer Legende nach fehlte bei der Taufe des Königs das geweihte Öl. Plötzlich flog eine Taube vom Himmel herab. In ihrem Schnabel trug sie ein Gefäß, das mit Öl gefüllt war. Damit salbte Remigius den König.

Remigius starb im Alter von 96 Jahren, daran erinnern heute die 96 Kerzen des großen Leuchters in der Borkener Kirche über dem Altar.

In der ersten Kirche aus Stein stellte man auch einen steinernden Taufbrunnen auf. Sein Platz ist heute hinter dem neuen Altar im Chorraum. Seit über 800 Jahren werden an diesem Brunnen Menschen getauft und in unsere Gemeinde aufgenommen.

Nach einiger Zeit wurde die erste Steinkirche zu klein und man baute eine neue Kirche. Die Grundmauern der zweiten Steinkirche liegen heute unter dem Fußboden unserer Kirche. Der alte Turm blieb damals stehen; er wurde sogar noch höher gebaut. Die Mauersteine und die spitz geformten Fenster im oberen Teil verraten es.

Die dritte Steinkirche entstand vor über 550 Jahren. Damals war Johann Walling Pfarrer in Borken. Er ließ die Kirche fast schon so bauen, wie sie heute aussieht. Ein altes Bild von der befestigten Stadt Borken zeigt den mächtigen Kirchturm mit seinem spitzen Dach.

Vor über 100 Jahren ist das Innere der Remigiuskirche noch einmal verändert worden. Ein altes Foto zeigt die neue Gestaltung. Das Besondere waren die bunten Glasfenster mit Bildern von Heiligen, außerdem viele Figuren und Verzierungen aus Sandstein. Mitten im Hauptschiff der Kirche hing ein großes Holzkreuz.

Im letzten Krieg sind in Borken viele Gebäude durch Bomben stark beschädigt oder ganz zerstört worden. Auch die Remigiuskirche blieb nicht verschont. Was die Bomben nicht vernichtet haben, verbrannte im Feuer. Dazu gehörte auch die Spitze des Kirchturms. Alle Glasfenster zersprangen. Von den vielen Sandsteinfiguren blieb nur die älteste unbeschädigt. Sie ist inzwischen über 500 Jahre alt und zeigt Maria mit dem Jesuskind. Vorn am Pfeiler hat sie später einen besonderen Platz bekommen.

Von dem großen Holzkreuz, das einmal mitten in der Kirche gehangen hatte, gibt es noch den Jesuskopf mit der Dornenkrone.

Vor gar nicht lager Zeit ist das Innere der Remigiuskirche noch einmal verändert worden. Vor dem Chorraum wurde ein neuer Altar aufgestellt. Er ist der Mittelpunkt der Kirche. Um ihn versammeln sich die Christen zur Feier der Gottesdienste.

Als der Bischof den Altar weihte, wurde unter der Altarplatte ein Behälter aus Metall eingemauert. Darin werden Reliquien aufbewahrt. Sie erinnern an Heilige, die wegen ihrers Glaubens getötet wurden. Wir nennen sie Märtyrer. Der Brauch stammt aus der frühen Zeit des Christentums. Damals wurden Altäre oft direkt über den Gräbern von Märtyrern gebaut.

Gottesdienste in der St. Remigius Kirche:
siehe Gottesdienstordnung


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