Über das Werk: Mit „MASS" schaffte Steve Dobrogosz im Jahre 1992 seinen großen Durchbruch in der Crossover-Musikszene. Das Werk verbindet populäre Musikströmungen, moderne Klassik und Jazzelemente. In einer einzigartigen Synthese dieser Klangbereiche kann „MASS" zu den spannendsten und gelungensten Neukompositionen über die alten Messtexte Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei eingestuft werden. Das Werk wurde bereits in über 30 Ländern erfolgreich aufgeführt. In Deutschland ist es immer noch ein Geheimtipp, sodass die Aufführung im Rahmen des Gottesdienstes auch über die Grenzen der Region Bedeutung einnehmen wird.
Das etwa 30-minütige Werk wird in der Fassung für Chor, Klavier und Streicherensemble aufgeführt werden. Den Klavierpart übernimmt der Pianist Hans-André Stamm aus Leverkusen.
Hans-André Stamm wurde 1958 in Leverkusen geboren. Ab dem 7. Lebensjahr erhielt er Orgel- und Klavierunterricht. Mit elf Jahren beginnt eine rege Konzerttätigkeit als Orgelvirtuose im In- und Ausland. Im Alter von 13 Jahren folgt eine erste Schallplatten-Einspielung mit Orgelmusik, mit 16 Jahren gibt er bereits ein Solokonzert in Notre-Dame von Paris. Von 1973-76 studierte Hans-André Stamm künstlerisches Orgelspiel am Conservatoire Royal de Musique in Lüttich bei Hubert Schoonbroodt. Von 1976-80 katholische Kirchenmusik und IP/Klavier an der Robert-Schumann-Hochschule zu Düsseldorf.
Die Streicherpartien werden von Instrumentalisten des Kourion-Orchesters-Münster übernommen. Die Chorpartien übernimmt der Junge Chor Borken.
Die Gesamtleitung hat Propsteikantor Thomas König.
Der Komponist über sein Werk: Ich habe vor diesem Werk noch keine Musik mit religiösem Text komponiert, aber da ich polnisch-italienisch katholisch aufgewachsen bin, habe ich die lateinische Messe buchstäblich mehrmals in der Woche besucht - somit war also die Grundlage in gewisser Weise schon gelegt, als ich anfing die Mess-Form für eine große chorische Komposition zu benutzen.
In der Vorbereitung (zu dieser Messe) vermied ich Partituren und Aufnahmen von früheren und anderen Messen, damit ich, soweit es eben möglich war, mit einem unbeschriebenen Blatt beginnen konnte. Über den Komponisten: Steve Dobrogosz, geboren am 26. Januar 1956 in Bellefonte/Pennsylvania, ist ein US-amerikanischer Komponist und Jazz-Pianist.
Dobrogosz wuchs in Raleigh/North Carolina auf und besuchte das Berklee College of Music. 1978 übersiedelte er nach Stockholm, wo er an der Königlichen Akademie für Musik klassische Musik studierte. Er erwarb sich schnell einen Ruf als Pianist in der schwedischen Jazzszene und veröffentlichte mehrere Alben bei europäischen Plattenlabels. Unter anderem arbeitete er mit Arild Andersen, Paul Motian, Kenny Wheeler, Thad Jones, Jon Christensen, Palle Danielsson, Alex Reil und Bill Frisell.
1982 erschien auf dem Label Odin das Album „Fairy Tales“ mit der norwegischen Sängerin Radka Toneff. Mit der schwedischen Sängerin Berit Andersson nahm er vier Alben auf, von denen „The Final Touch“ von der Jazz Times unter den zehn besten des Jahres 1991 gelistet wurde.
Dobrogosz schuf über vierhundert Werke, darunter neben Jazz-Kompositionen auch eine Messe für Chor, Streicher und Klavier (1992), ein Requiem, ein Te Deum, ein Magnificat, eine Weihnachtskantate, eine Sinfonie, andere Orchester- sowie kammermusikalische Werke, Klavier-, Orgel- und andere Solokompositionen.
Hier nun die Youtube-Links der Messe:
Kyrie: http://www.youtube.com/watch?v=aYiIBqxuPLo
Gloria: http://www.youtube.com/watch?v=tkJbQCWN1w4&feature=related
Credo: http://www.youtube.com/watch?v=VQIGUSO0ao4&feature=related
Sanctus: http://www.youtube.com/watch?v=4V1EzJs_39Y&feature=related
Agnus Dei:http://www.youtube.com/watch?v=ZAx4hvWpdcA&feature=related